on and on on holiday

Munich my love #sundaystroll

Munich my love

Alles endet irgendwann, doch irgendwann kam viel zu schnell.

Ich muss ehrlich zugeben: Abschiede fallen mir nicht besonders schwer. Weder von Dingen noch von Orten.  Ich bin, wie ich schon erzählt habe, öfter umgezogen und hatte auch nie Probleme damit mich an neuen Orten zurecht zu finden und so die alten weniger zu vermissen und trotzdem geht für mich bald eine ganz besondere Zeit zu Ende, mit der ein Abschied von einer Stadt einhergeht, von der ich nie dachte, dass ich mich so in sie verlieben könnte.

Meine Zeit in München geht langsam zu Ende. Ende Juni werde ich meine sieben Sachen packen und  für einen Monat wieder zu meinen Eltern ziehen, bevor es dann im Rahmen meines Studiums für ein Jahr nach Spanien geht. (Dazu gibt es aber ganz bald mehr).

Als ich vor fünf Jahren nach München gezogen bin, hatte ich keinen Plan von meiner Zukunft, ich wusste nicht was ich mit meinem Leben anfangen sollte. Hauptsache Studieren, hieß es. Ich hab dann im Endeffekt nach 2,5 Jahren die Zelt in München abgebrochen und bin für zwei Jahre zum Studieren mehr oder weniger an den Bodensee gezogen. Ich hab nach wirklich langem Suchen das richtige Studium für mich gefunden und konnte so auch endlich ein bisschen Sinn in mein Leben bringen und weiß nun was ich mit mir und meinem Leben anfangen möchte.

Für mein letztes Semester in Deutschland habe ich mich dann aber aus ganz vielen verschiedenen Gründen dazu entschieden, wieder zurück nach München zu ziehen und zweimal die Woche an den Bodensee zu pendeln. Nun ist meine Uni Zeit in Deutschland (bis auf die Bachelorarbeit) aber vorbei – wer mir auf Instagram folgt hat mein Jammern in der Klausurenphase bestimmt mitbekommen – und für mich geht es bald in den Süden. Es geht zwar noch kein neuer Lebensabschnitt los, aber mit dem Umzug nach Spanien startet doch irgendwie etwas Neues.

Nach meinem Bachelor möchte ich gerne wieder wo anders hinziehen. Entweder für einen Master oder um sonst irgendetwas zu machen. Ich führe also irgendwie mein kleines Nomadenleben fort. Wie ich in einem anderen Post übrigens schon erwähnt habe, sagt mein Papa immer, wir wären eine Art Zirkusfamilie: Oft umgezogen, oft neue Dinge gemacht. Immer neue Bühnen, immer neue Engagements.

Und so hat es sich ergeben, dass dieser Monat eben tatsächlich mein letzter (für immer?!) Monat hier in München sein wird. Daher dachte ich mir, ich starte eine Mini Serie: Munich, my love, in der ich euch meine Lieblingsspots in München zeige und euch verrate warum ich diese Stadt eben so liebe.  Ich möchte diesen Beitrag als kleine Einführung  nützen und dann im Juni noch drei weitere Beiträge zum Thema München veröffentlichen.

Großes Dorf mit Schickeria

„Im Endeffekt ist München auch nur ein Dorf.“ Das war einer der ersten Sätze, den ich hörte, als ich nach München zog. Das Mädchen, von welchem der Satz kam,  schien sichtlich genervt von der Tatsache, dass wir uns nicht im MoMa, dem Centre Pompidou oder der Tate befanden und kam nicht damit klar, dass München eben nicht New York, Paris oder London ist. Und natürlich erschien mir die Stadt mit 18 Jahren noch viel größer und beeindruckender als sie es vielleicht heute für mich ist, nachdem ich schon ein paar mehr Orte gesehen habe und ein bisschen erwachsener geworden bin,  und trotzdem hatte München für mein 18 jähriges ich genau die perfekte Größe  um mich großstädtisch aber dennoch heimisch zu fühlen.

Als mein Papa im Oktober 2012 mich und meine sieben Sachen nach München brachte, dachte ich nie, dass ich mich so sehr in eine Stadt verlieben könnte. Eine Stadt, die doch unter den meisten jungen Leuten mehr als Möchtegern und „Reichen“ Stadt verrufen ist.  Nicht so sassy wie Berlin und nicht so classy wie Hamburg.  Aber nach fünf Jahren, in denen ich mal mehr mal weniger hier gelebt, habe kann ich sagen München ist mehr als Fussball und Wiesen, mehr als das P1 und mehr als junge, Aperol Spritz schlürfende, Leute (BWL Studenten) in Mini Coopers und 1er BMW’s.

Für mich war es die perfekte Startbahn in ein erwachsenen Leben. Mit all der Tradition, der Kultur, der unterschwelligen Moderne, den Sommern am Eisbach, dem Grillen am Flaucher, den Abenden am Gärtnerplatz und, und, und.

xxx Lilli

„Man wird alt im Süden – Diagnose Hauptstadtfieber
Schwindsucht unter 30, nur mit Kindern kommt man wieder.
Das große M für Möchtegern-Millionen-Metropole
Baut auf Kopfsteinpflaster, Kontostände und alternde Idole.
Doch ich heb meine arme, wenn wieder wer Hauptstadt schreit
Ich seh dich in der ferne, Bavaria, ich wär soweit.“

-Hauptstadtfieber, Fiva MC

Die Bilder sind übrigens alle letzten Sonntag entstanden, bei einem sehr langem Frühstück in der Wagners Juicery  und einem noch längerem Spaziergang durch München.

    

wagners juicery

Munich my love

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2 Comments

  • Reply
    Tori
    Juni 1, 2017 at 12:27 pm

    Oh wie schön! Ich kann es so gut verstehen, wie und dass du dich in die Stadt verliebt hast! Das Schön ist: man kann ja immer wieder kommen! Vor allem München ist ja noch immer gut erreicht (außer man kommt aus Freiburg haha). Ich wünsche dir von Herzen, dass du dich auch an all den neuen Orten wohl fühlen und viele tolle Abenteuer erleben wirst <3

    Dicker Kuss
    Tori
    http://simpletwentysomething.com (as you know)

    • Reply
      lilligoes
      Juni 2, 2017 at 6:44 pm

      Liebe Tori, vielen lieben Dank für den süßen Kommentar. Genau das selbe wünsche ich auch dir. Ob in den Staaten, in Israel oder sonst wo- die Welt ist dein zuhause (:
      X

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