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Thoughts: Traditionen

Girona- Traditionen

Was bedeuten Traditionen für mich

Ich liebe Traditionen. Schon immer. Wahrscheinlich kommt das auch daher, dass es meinem Leben oft an Beständigkeit fehlt und mir Gewohnheiten und Traditionen eben jene Beständigkeit, oder ein Gefühl davon, geben. Versteht mich nicht falsch, ich liebe mein Leben, so wie es ist. Ich erlebe gerne Neues, bin gerne unterwegs. Aber hin und wieder, gerade jetzt in der Adventszeit, merke ich wie wichtig mir manche Dinge dann doch sind, vor allem wenn ich nicht zu hause bin. Ich habe euch in diesem Beitrag bereits verraten, was mir an zu hause fehlt. Und euch aber auch gleichzeitig hier verraten, dass für mich zu hause sein sowieso eher ein Gefühl ist, als ein Ort. Aber wie dem auch sei, für mich sind Traditionen so etwas ähnliches wie größere Gewohnheiten. Sie geben mir Struktur und Sicherheit. Einer Gewohnheit gehe ich jedoch regelmäßig nach, meist täglich, aber eine Tradition ist dann doch etwas seltener und dafür dann größer. So ist das ganze zumindest für mich.

Je näher der Dezember rückt, desto mehr freue ich mich aufs nach hause kommen und desto mehr schwelge ich in Erinnerungen. Erinnerungen, unter anderem an Traditionen. Ich habe viele Traditionen. Manche haben sich über die Jahre verändert und sind neu dazugekommen, aber ein paar sind seit langer Zeit ein fester Bestandteil meines Lebens. Auch wenn man manche der Punkte vielleicht nicht als klassische Tradition bezeichnen würde, für mich fühlt es sich so an. Sie geben mir die Beständigkeit, die ich für mein Leben brauche. So jetzt gehts aber los, hier sind vier meiner liebsten Traditionen.

Vier Traditionen à la Lilli

Weiße Toblerone am Flughafen

Diese Tradition habe ich zusammen mit meinem Freund etabliert. Ich hab als Kind quasi von Süssigkeiten gelebt. Mittlerweile hat sich das aber ganz schön verändert. Mittlerweile ist es so, dass es einfach Phasen gibt, in denen ich mal mehr, mal weniger, mal gar nicht nasche. Aber eine Sache gibt es immer: Und zwar Toblerone am Flughafen. Und zwar die Weiße. Das Ganze kommt daher, dass weiße Schokolade einfach meine liebste ist und Toblerone schon seit meiner Kindheit zu meinen liebsten Schleckereien zählt. Leider vertrag ich Milch aber sehr schlecht und habe sie dementsprechend fast ganz aus meinem Leben verbannt. Außer ich fliege wohin. Dann muss eine Packung weiße mini Toblerone gekauft werden. Eben diese Toblerone gab es nämlich früher nur an Flughäfen und ich hab mich immer so gefreut, wenn wir wohin flogen und ich sie mir dann kaufen konnte. Und so hat sich diese Tradition entwickelt und ist seitdem immer mit an Board (haha). Ich freue mich beim Schreiben dieses Blogpost schon auf meinen Flug nach Stockholm nächste Woche, unter anderem wegen der weißen Toblerone.

Das Weihnachstfrühstück

Auch diese Tradition hat sich erst durch der Beziehung mit meinem Freund entwickelt. Beziehungsweise habe ich eine Tradition von seiner Familie übernommen. Wir schlafen seit wir zusammen sind in der Nacht von 23. auf 24. Dezember bei der Familie meines Freundes, da es am nächsten morgen dort immer ein riesiges Frühstück gibt, wo die ganze Familie zusammen kommt. Es gibt alle Leckereien, die man sich nur vorstellen kann und das Zusammenkommen mit den Lieben vermittelt mir immer das Gefühl willkommen zu sein. Seit Tag 1.

Der Lauf am 1.1. und am 4.11.

Ich habe am 05.04.2009 mit dem Laufen begonnen. Ich weiß das so genau, da ich früher Sport hasste und dieser Tag so zusagen mein Leben verändert hat. Seit ich mit dem Laufen begonnen habe, gab es bis auf meine Zeit im Krankenhaus, keine längere Pause und ich war regelmäßig am Sporteln, mal mehr mal weniger. Auch wenn es immer Zeiten gab, in denen ich weniger gelaufen bin, gibt es zwei Tage, an denen ich das Laufen nie ausfallen lasse, und zwar den 1.1 und den 4.11. Mein Neujahrslauf leitet das Neue Jahr ein und irgendwie bilde ich mir ein so sportlich ins neue Jahr zu starten und sehe es sozusagen als Omen. Wer am 1.1. sportlich ist, bleibt das auch über das Jahr. Und im Grunde ist das auch mit dem 4.11., meinem Geburtstag, so. Da laufe ich so zusagen in mein neues Jahr hinein.

Fastenzeit fasten mit Fastenkalender

Als Kind fand ich die Fastenzeit furchtbar. in der Volksschule haben wir einen Kalender bekommen, in welchem wir die Tage abhacken konnte, an denen wir ,was auch immer, gefastet haben. Ich hab gnadenlos betrogen, weil ich weder auf Süsses noch aufs Fernsehen verzichten wollte, gleichzeitig verlieren aber hasse (Ja ich bin manchmal sehr kompetitiv). Im Gymnasium hab ich es dann auch öfter versucht aber nie durchgehalten. Seit sechs Jahren aber ziehe ich es jede Fastenzeit beinhart durch und verzichte auf Zucker. Nicht aus Abnehm- Gründen, sondern einfach um mir zu beweisen, dass ich auch das schaffen kann. Mein Freund unterstützt mich immer, indem er mir einen „Fastenkalender“ basteln. Ein Buch, in dem jeden Tag ein Spruch zur Motivation oder ein Gutschein drinnen steckt um mich am Ball zu halten. Ich bin immer unheimlich stolz auf mich wenn ich es durchhalte (bis jetzt immer) und auch das gibt mir immer wieder Kraft und Gewissheit, dass ich alles schaffen kann. Und natürlich freue ich mich jedes Jahr auf den „Fastenkalender“, den mein Freund für mich bastelt.

All diese Traditionen und viele mehr und auch all meine Gewohnheiten, geben mir Kraft, Struktur und ein Gefühl von zu hause sein. Auch wenn ich es nicht bin. Sie zu etablieren und sie sich verändern sehen, ist etwas Wunderschönes. Sie prägen so viele meiner Beziehungen und ich würde sie nie missen wollen und hoffe auch später noch weitere Traditionen für mich, meine Freunde und meine Familie zu etablieren.

Die Fotos sind übrigens bei einem Ausflug nach Girona letztes Wochenende entstanden.

Was haltet ihr von Traditionen? Habt ihr irgendwelche? Ich würde mich freuen davon zu lesen. xxx Lilli

 

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