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Life update: Über Barcelona und die Angst

Life update Barcelona

Wie viele von Euch vielleicht wissen, bin ich Anfang August für ein Semester nach Barcelona gezogen. Ich werde hier im Rahmen des Erasmus Programs meiner Uni für ein Semester studieren. Wer gerne mehr dazu lesen möchte findet Beiträger hier und hier. Die Uni geht zwar erst im September los, jedoch wollte ich unbedingt schon im August herkommen um in Ruhe alles anzusehen und vor allem eine Wohnung zu finden. Ich war nur nach meiner Matura für fünf Tage in Barcelona. Und da ich am zweiten Tag eine schlimme Verkühlung mit allem Drum und Dran bekam, hab ich zwar das Hotelzimmer ausführlich studieren können doch so gut wie nichts von der Stadt gesehen.

Leben in Barcelona- die ersten Tage

Für die ersten paar Tage haben wir uns gleich von daheim noch ein Airbnb gebucht, um nicht ganz ohne Dach über dem Kopf dazustehen. Die Wohnungssuche gestaltete sich dann tatsächlich viel schwieriger als gedacht. Ja, Wohnungssuche ist immer relativ lästig, aber wenn man den Mietmarkt einer Stadt gar nicht kennt und die Sprache nur so mittelmäßig spricht ist man echt „aufgeschmissen“. Hinzu kommt, dass Barcelona ziemlich teuer ist, vor allem was Wohnen angeht. Wie dem auch sei, haben wir, einen Tag bevor wir aus dem Airbnb ausziehen hätten müssen, eine Wohnung in Raval gefunden. Die Wohnung war komplett eingerichtet und somit mussten wir auch nur einmal kurz zu Ikea um ein paar kleine Dinge zu besorgen.

Nachdem wir eine Wohnung hatten, konnten wir auch endlich entspannt die Stadt entdecken. Neben der wunderschönen Architektur ist Barcelona wirklich ein Mekka für alle Foodies. Von vegan, zu sugarfree, healthy, glutenfree. Es gibt alles und überall. Hier sind besonders das Restaurant Flax and Kale und das Café Federal zu nennen.

Gedanken zur Angst

Ich habe lange überlegt, ob ich dieses Thema überhaupt anschneiden soll, mich nun aber dazu entschieden es doch anzusprechen, weil es mir wichtig ist. Auch wenn das ein Lifestyle Blog ist der euch „die schönen Dinge des Lebens“ zeigen soll, ist das Leben nun leider nicht immer schön. Auch meines nicht. Ich werde diesen Absatz, jedoch so kurz wie möglich halten. Ich bin, so würde ich sagen kein ängstlicher Mensch. Ich war auch immer einer der Menschen, die, nachdem eine Nachricht über einen Anschlag durch die Medien ging, meinte, ich habe von so etwas keine Angst und lass mich nicht einschränken. Nun war der 17.08.2017. Ein Anschlag in Barcelona. Vermutlich hätte ich genau, wie immer reagiert, wäre ich zum Zeitpunkt des Anschlages in meiner Wohnung hier gewesen. Dem war jedoch nicht so. Ich war am Plaça Catalunya, kam gerade aus einem Einkaufszentrum. Plötzlich kam ein Polizeiauto. Dann noch eines. Und noch eines. Ich hab überhaupt nicht an einen Anschlag gedacht, da ich generell nicht besonders viel darüber nachdenke, wenn ich die Polizei sehe. Wir (ich spreche von meinem Freund und mir. Mein Freund ist gemeinsam hier mit mir im Auslandssemester) versuchten zu googlen, was denn nun passiert war. Keine Nachrichten, nirgends. Wir standen an der unteren Hälfte des Plaça Catalunya und warteten. Plötzlich hatte ich den Schreck meines Lebens. Alle Menschen liefen los. Schrieen. Wir liefen. Leute wurden weggedrängelt und umgelaufen. Einfach weg. Immer weiter in den Norden. Nach und nach fanden wir heraus was geschah. Ein Anschlag. Der Täter war nicht gefasst worden. Wir riefen unsere Familien an und gaben Bescheid, dass es uns gut geht. Da auch unsere Wohnung im Raval (nahe den Ramblas) lag, mussten wir im Norden ein Hotel nehmen für die Nacht. Ich habe so etwas noch nie erlebt. Die Rettungswägen fuhren pausenlos. Ich hatte bei jeder Kreuzung Angst bei der Überquerung die Rettung zu blockieren.

„Gehts euch gut? Wie ist die Stimmung?“

Kurz nachdem die Nachricht des Anschlags um die Welt ging, bekam ich jede Sekunde eine Nachricht von Familie und Freunden. Die Angst saß tief. Sitzt sie heute, fünf Tage später, immer noch so tief? Jein. Ich würde nicht sagen, dass ich mich nun nicht mehr raus traue. Klar, das Gefühl ist mulmig, auch wenn die Rationalität jede Diskussion in meinem Hirn gewinnt, schießen mir doch sehr viele Fragen durch den Kopf. Die generelle Stimmung? Ich würde sagen, das bunte Treiben ist schon weniger geworden. Jeder sagt man lässt sich nicht einschränken, jedoch scheinen einige Menschenströme abgerissen oder zumindest weniger geworden zu sein. Viel mehr kann ich zum letzten Donnerstag nun gar nicht sagen. Und der Absatz ist nun doch länger geworden als erwartet.

Die letzten Tage vor dem Unistart

Bis die Uni in zwei Wochen nun los geht, werde ich also weiter Barcelona erkunden. Vor allem werde ich aber eine Woche lang noch herumreisen. Am Donnerstag geht es in den Norden Spaniens, dann weiter an der Nordküste entlang bis nach Frankreich.

Auch freue ich mich, dass wir bald ganz viel Besuch von Freunden und Familien bekommen. Mehr gibt es eigentlich gar nicht zu erzählen. Klar über Barcelona, die Schönheit und Eigenheiten der Stadt gibt es ganz viel zu erzählen. Doch dazu ein anderen Mal.

 

Ich hoffe dieser eher sehr persönliche Beitrag hat euch gefallen. Ich würde mich freuen, wenn ihr mir in den Kommentaren erzählt wie ihr mit den ganzen Geschehnissen in der heutigen Welt zurecht kommt. xxx Lilli

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2 Comments

  • Reply
    Nina
    August 21, 2017 at 10:34 am

    ❤️

  • Reply
    katy fox
    August 21, 2017 at 11:27 am

    ahh ich kann mich noch an mein ersamusjahr zurückerinnern – ich war für ein halbes jahr in brüssel – als dann vor einem jahr dort die anschläge waren – musste ich mich auch zurückerinnern wie es mir gehen würde – wenn ich im moment dort wäre….
    ich glaube nach so einem erlebnis nimmt man bestimmt vieles bewusster war….
    schön das dir nichts passiert u das er dir gut geht
    glg katy

    http://www.lakatyfox.com

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