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Thoughts: Missing home?

Missing home

Long time no Blogpost. Ich weiß! Das lag hauptsächlich an zwei Dingen: Und zwar hatte ich einerseits einfach wahnsinnig viel in der Uni zu tun und andererseits ist es meinem im Moment nicht sehr ausgeprägten Organisationstalent zu schulden, dass es so ruhig hier war. Die Sache ist nämlich folgende: Wenn ich plötzlich sehr viel zu tun bekomme, stehe ich mir oft so sehr selbst im Weg, dass ich einfach nichts mehr mache. Was aber im Fall Uni halt dann doch irgendwie nicht geht und das führt dann dazu, dass ich eben wirklich nur die Sachen mache, die  müssen und das ist dann eben Uni Zeug.  Naja wie auch immer. Im heutigen Post soll es eigentlich gar nicht um Uni und Organisation gehen, sondern um etwas ganz anderes. Wie ihr wisst, bin ich im Allgemeinen wirklich glücklich in Barcelona, bin generell sehr gerne unterwegs und finde mich recht schnell überall zurecht. Aber manchmal gibt es dann natürlich, wie sollte es anders sein, doch Dinge, die mir so gar nicht passen. Heute möchte ich euch vier Dinge nennen, neben Familie und Freunde und Knödel in jeder Form, die ich an zu hause (in dem Fall Österreich ) vermisse.

Was vermisst du am meisten an daheim? Diese Frage wurde mir, gerade am Anfang, tatsächlich hier schon öfter gestellt und ich muss sagen ich hab anfangs keine richtige Antwort gefunden. Ich vermisse österreichische Lebensmittel nicht großartig, da ich mir theoretisch hier alle Zutaten dafür kaufen könnte. Ausnahme: Oma’s Marillenknödel, Mama’s Semmeknödel und die Milchschnitten Torte von der Mama meines Freundes- die drei Dinge gehen mir kulinarisch schon sehr ab:).  Aber auch alles andere bekommt man ja heutzutage eh schon überall. Als ich aber dann länger darüber nachgedacht habe und nun auch schon länger hier bin, sind mir dann doch ein paar Kleinigkeiten aufgefallen. Natürlich ist jammern keine Lösung und man muss auch einmal zufrieden sein, aber ich finde es einfach wichtig, dass man sich auch einmal die Dinge vor Augen führt die woanders besser sind und diese so ein bisschen mehr wertschätzt. Bereit?

Wasser aus der Leitung trinken

Ich bin verwöhnt, das ist mir klar. Denn ich weiß, dass es für viele Menschen auf der Welt nicht selbstverständlich ist erst einmal generell unbegrenzt Wasser zu haben und dann auch noch gutes, sauberes und trinkbares. Ich bin in einem kleinen Ort in den Bergen Tirols aufgewachsen, wo das Wasser klar und rein ist und unglaublich gut schmeckt. Generell würde ich sagen, dass Wasser aus der Leitung  in Österreich und Deutschland immer gut trinkbar ist. Mal schmeckt es besser, mal schlechter. Anders ist die Sache hier, auch wenn das spanische Wasser theoretisch trinkbar ist, (heißt man wird davon keinesfalls krank) schmeckt es einfach nur grauslich (Austrian Dialect at it’s best). Es schmeckt so extrem nach Chlor, dass ich nach einmal probieren sofort auf abgepacktes Wasser umgestiegen bin. Das ist natürlich umwelttechnisch nicht gerade das Beste, was man machen kann, aber ich krieg das andere leider nicht runter. Und so muss mein Freund jetzt immer ein Tragerl Wasser vom Einkaufen mitschleppen, damit wir ja genug haben.

Den Herbst

Ja ich weiß, ich hab in meinem Going Abroad Post noch davon geschwärmt, wie sehr ich mich auf ein Jahr Sommer und Sonne freue, und ich muss sagen ich finde es natürlich schon super, dass wir hier im Oktober immer noch über 20 Grad haben. Aber ich muss auch feststellen, dass ich manchmal den Herbst von zuhause und alles was damit einhergeht vermisse. Vorm Kamin sitzen, mit Tee und Kuschelpullover, Maroni essen und die langsam kälter werdende Luft einzuatmen, während man durch den bunten herbstlichen Wald spaziert.

Laufen in der Natur

Klar ich laufe auch hier in Barcelona noch regelmäßig, einfach weil es zu meinem Alltag gehört. Aber ich hab in letzter Zeit festgestellt, dass ich hier doch viel seltener laufe, als ich es gerne würde, seltener als ich es zuhause mache und, dass es mir hier auch einfach weniger Spaß bereitet. Dadurch, dass ich hier keinen Park in der Nähe habe laufe ich eher immer irgendwie, zwar schon am Meer entlang, was sehr schön ist, aber doch auch 15 Minuten dauert bis ich mal dort bin. In Tirol kann ich einfach meine Laufschuhe anziehen und in die Berge, am Inn entlang, durch Wälder etc. laufen. Ich muss sagen das vermisse ich schon sehr. Auch die Tatsache das das Laufen auf Beton gar nicht meins ist, was sich aber hier fast nicht umgehen lässt, stört mich ein wenig.

Arbeits- Öffnungszeiten

Ich bin spießig. Verklag mich. Aber ich hab es gerne, dass ich nach meinem morgendlichen Lauf einfach um halb acht in ein beliebiges Lebensmittelgeschäft gehen und für die Familie ein Frühstück holen kann. Das ist hier etwas schwieriger, denn vor neun Uhr oder auch später geht hier nichts. Klar, die Läden haben dafür bis 22 Uhr plus offen, aber um 22 Uhr brauche ich auch keine Avocado mehr.  Generell beginnt und endet der Tag hier in Barcelona einfach viel später, was einem Morgenmensch der selten nach acht aufsteht, nicht gerade in die Hände spielt. Denn wer früh aufsteht, geht nämlich auch früh schlafen und so weiter.

Ich hoffe dieser Post vermittelt keinen Eindruck von Unzufriedenheit, denn das bin ich auf keinen Fall. Ich bin wahnsinnig glücklich hier und könnte mir im Moment keinen anderen Ort zum Leben vorstellen . Ich liebe die wunderschöne und vor allem vielseitige Stadt, die Leute sind unglaublich nett und entspannt und vom Wetter und dem Essen brauche ich gar nicht reden.  T’estimo Barcelona.

 

Gibt es was, das ihr im Ausland an zu Hause vermisst? xxx Lilli

 

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